Neue Perspektiven für Bayers Nubeqa: EU-Zulassung erweitert Behandlungsoptionen
Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat einen bedeutenden regulatorischen Erfolg in der Europäischen Union erzielt. Die Europäische Kommission hat grünes Licht gegeben für die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten des Prostatakrebs-Medikaments Nubeqa. Dieses darf nun in Kombination mit einer Hormontherapie (ADT) zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) eingesetzt werden. Diese Entscheidung erweitert das Spektrum der verfügbaren Therapien für erwachsene Patienten mit mHSPC sowohl mit als auch ohne Chemotherapie.
In den Vereinigten Staaten war diese Zulassung bereits erteilt worden, was den Marktwert von Nubeqa weiter festigt. Die Erweiterung in der EU markiert einen weiteren wichtigen Schritt in Bayers Strategie, mit innovativen Arzneimitteln Einkommensverluste durch den geplanten Rückgang der Xarelto-Erlöse abzufedern. Xarelto, der bekannte Blutgerinnungshemmer von Bayer, steht aufgrund auslaufender Patente unter erheblichen Druck, was sich ab 2024 bemerkbar machen wird.
Trotz eines erwarteten Rückgangs der Einnahmen aus Xarelto um fast 15 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2024, fand Nubeqa einen Hoffnungsschimmer. Der Umsatz des Medikaments stieg im gleichen Zeitraum eindrucksvoll um 75 Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro. Dieser Umsatzzuwachs unterstreicht die Erwartungen von Bayer, mit neuen Medikamenten eine starke Marktposition zu sichern und zu höheren Erträgen zu gelangen.

