Neue Möglichkeiten für Dialog: Iran im Gespräch mit regionalen Mächten
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat kürzlich diplomatische Gespräche mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei aufgenommen, um über die „jüngsten regionalen und internationalen Entwicklungen“ zu diskutieren. Diese Initiative unterstreicht das Bestreben des Irans, seine Beziehungen in einer Zeit erhöhter militärischer Spannungen mit den USA zu stärken und möglicherweise neue Verhandlungsmöglichkeiten auszuloten.
Araghtschi reiste am Freitag in die Türkei, um im Kontext der Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der Anfang Januar ein militärisches Eingreifen in Aussicht stellte, Gespräche zu führen. Dies folgte auf die harten Maßnahmen der iranischen Regierung gegen Massenproteste.
Inzwischen wird erneut über Verhandlungen gesprochen, nachdem frühere Dialoge zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm ins Stocken geraten waren. Die Eskalation hatte auch Israel und die USA zu militärischen Aktionen gegen Iran veranlasst.
Teheran hofft, durch neue Verhandlungen die schweren internationalen Sanktionen abzuschwächen und die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Diese wirtschaftlichen Nöte hatten Ende Dezember zu groß angelegten Protesten geführt, die sich zu politischem Widerstand entwickelten.
Trump hatte den Protestierenden seine Unterstützung zugesichert und sich für einen politischen Wandel im Iran ausgesprochen. Dass er nun Verhandlungen mit der Führung des Landes erwägt, stößt bei vielen Iranern auf Kritik, die sich durch die neuerliche Pragmatisierung übergangen fühlen.

