Neue Kaufprämien für Elektrofahrzeuge verzögern sich: Feinabstimmung im Umweltministerium
Die mit Spannung erwarteten Details zur neuen Kaufprämie für Elektrofahrzeuge lassen auf sich warten. Ursprünglich sollte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) an diesem Freitag umfassend darüber informieren. Doch der Termin wird verschoben, da noch letzte Feinabstimmungen innerhalb der Koalition nötig sind, wie das Umweltministerium bekannt gab.
Informationen der "Bild"-Zeitung zufolge soll die Prämie rückwirkend ab Jahresanfang gültig sein und gilt für E-Autos, die seitdem neu zugelassen wurden. Geplant sind Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro, abhängig von Einkommen, Familienstand und weiteren Faktoren. Demnach sollen die Fördergelder in den nächsten drei bis vier Jahren für etwa 800.000 Fahrzeuge ausreichen, vor allem zugunsten von Haushalten mit mittlerem und geringem Einkommen. Für Familien mit Kindern ist eine besonders großzügige Förderung vorgesehen, solange das zu versteuernde Jahreseinkommen bei maximal 80.000 Euro liegt.
Obwohl die Prämie offiziell ab Jahresanfang gelten soll, wird es noch dauern, bis die ersten Anträge gestellt werden können. Ein entsprechendes Antragsportal wird laut "Bild" voraussichtlich erst im Mai zugänglich sein. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen und solchen mit Brennstoffzellen, für die eine Basisförderung von 3.000 Euro vorgesehen ist, sind auch Plug-in-Hybride förderfähig. Diese erhalten 1.500 Euro, sofern sie weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von 80 Kilometern aufweisen.
Elektroautos gewinnen auf dem Markt zunehmend an Bedeutung, mit einem Anteil von 19 Prozent an den Neuzulassungen im vergangenen Jahr. Die Wiedereinführung von Kaufanreizen ist eine Antwort auf das Ende der 2023 abrupt beendeten Prämie der vorherigen Koalition, die zur Haushaltskonsolidierung gestrichen wurde.

