Neue Hoffnung für Friedensgespräche: Mögliche Verhandlungen in Genf
Die jüngste Entwicklung im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs lässt Genf als potenziellen Schauplatz ins Licht rücken. Die USA hatten ursprünglich den Vatikan präferiert, jedoch fand dieser Vorschlag bei russischen Vertretern wenig Anklang. So könnte Genf als neutrale Bühne fungieren, sagte der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Keith Kellogg, in einem Interview mit einem US-amerikanischen Fernsehsender. Der nächste Schritt wäre, einen geeigneten Treffpunkt für Kremlchef Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu bestimmen.
Dieser Vorschlag folgt auf Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, der vergangene Woche nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin den Vatikan als möglichen Verhandlungsort in die Diskussion eingebracht hatte. Doch für den russischen Außenminister Sergej Lawrow ist der Vatikan keine geeignete Kulisse für derartige Friedensgespräche. Putin signalisierte derweil nach besagtem Gespräch mit Trump eine Bereitschaft, an einem Memorandum zur Lösung des Konflikts mit der Ukraine zu arbeiten.
Kellogg machte deutlich, dass ein Treffen in Genf realistisch sei, sobald Russland seine Position klarer darlegen würde. Die Bedingungen für Frieden von ukrainischer Seite liegen bereits vor, so Kellogg, man warte nun auf die russische Antwort. Es blieb unklar, ob die Ukraine in der Zwischenzeit ein neues Dokument vorgelegt hat. Kellogg erinnerte daran, dass die ukrainischen Forderungen seit einem Treffen in London im April bekannt seien.

