Neue H1-B-Visa-Richtlinien: Eine teure Investition für Unternehmen
Die Rekrutierung hochqualifizierter H1-B-Visa-Arbeitnehmer könnte bald eine kostspielige Angelegenheit werden. In einem überraschenden Schritt hat Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die wesentliche Änderungen am H1-B-Visa-Programm vorsieht, das vor allem von Technologieunternehmen genutzt wird, um jährlich Tausende von ausländischen Fachkräften einzustellen.
Zentraler Bestandteil dieser Änderungen ist die Einführung einer Antragsgebühr von satten 100.000 US-Dollar pro H1-B-Visum. Diese Gebühr muss entrichtet werden, damit Anträge überhaupt berücksichtigt werden. Handelsminister Howard Lutnick erklärte im Oval Office, dass diese Gebühr jährlich von den Unternehmen gezahlt werden müsse, die H1-B-Arbeitnehmer beschäftigen.
Die Maßnahme zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die Visa für wirklich hochqualifizierte Kräfte genutzt werden und nicht als Mittel dienen, um amerikanische Arbeitskräfte zu ersetzen. Lutnick betonte: "Entweder ist die Person für das Unternehmen und Amerika von großem Wert, oder sie wird durch eine amerikanische Arbeitskraft ersetzt." Die Gebühr gilt sowohl für neue Visa als auch für Erneuerungen und würde am 21. September in Kraft treten, mit einer Laufzeit von einem Jahr, die jedoch verlängert werden könnte.
Zu den Unternehmen, die stark auf H1-B-Visa setzen, zählen Branchenriesen wie Amazon, Microsoft, Alphabet (die Muttergesellschaft von Google), Meta und Apple. Da Unternehmen verpflichtet sind, gegenüber der Regierung offenzulegen, wie viel sie H1-B-Arbeitnehmer zahlen, bietet dies interessante Einblicke in die Gehaltsstrukturen der Technologiebranche.
Zusätzlich wurde die Einführung der sogenannten „Gold Card“-Visa verabschiedet. Dieses Konzept eröffnet wohlhabenden Ausländern die Möglichkeit, durch eine Investition in Millionenhöhe eine Aufenthaltsgenehmigung in den USA zu erwerben. Unternehmen können ebenfalls Einzelpersonen unterstützen, indem sie mit einem „Geschenk“ von 2 Millionen US-Dollar deren Ansiedlung fördern.

