Neue Elektroauto-Prämie überzeugt durch soziale Staffelung
In einem zukunftsweisenden Schritt zur Förderung der Elektromobilität setzt Niedersachsen auf eine neue Kaufprämie, die vor allem durch ihre soziale Staffelung auffällt. „Der Umstieg auf Elektromobilität muss für alle bezahlbar sein“, betonte Niedersachsens Ministerpräsident, der nebenbei im Aufsichtsrat von Volkswagen aktiv ist.
Das Bundesland hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass insbesondere einkommensschwächere Familien mit Kindern von höheren Zuschüssen profitieren können. Die Förderung reicht von 1.500 bis 6.000 Euro, je nach persönlichen und familiären Bedingungen, wobei die Einkommensgrenze bei 80.000 Euro liegt, die sich für Familien mit zwei Kindern auf 90.000 Euro erhöht.
Die Grundförderung beträgt 3.000 Euro für reine Elektrofahrzeuge. Bei einem Haushaltseinkommen von maximal 60.000 Euro steigt die Förderung auf 4.000 Euro, und bei einem Einkommen von höchstens 45.000 Euro auf 5.000 Euro, mit einer zusätzlichen Erhöhung von 500 Euro pro Kind bis maximal 1.000 Euro.
Besonders wichtig ist laut Landesregierung, dass die Förderung an europäische Produktions- und Lieferketten gebunden wird, um Arbeitsplätze und eine faire Bezahlung in Europa zu sichern. Dies soll durch gezielte Kaufanreize auch für junge gebrauchte Elektroautos ergänzt werden, um der breiten Bevölkerung, speziell Familien mit geringerem Einkommen, den Zugang zu umweltfreundlicher Mobilität zu erleichtern.
Die IG Metall begrüßt den Schritt zur höheren Förderung bei niedrigen Einkommen und sieht zusätzlich die Notwendigkeit, die Unterstützung bald auch auf Gebrauchtwagen auszuweiten. Hier schließt sich die stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg an und unterstreicht die Bedeutung einer Anerkennung von Gebrauchtwagen in der Prämienregelung, da Haushalte mit niedrigerem Einkommen unter den E-Auto-Nutzern noch unterrepräsentiert seien.

