Neue Diskussion um ausländische Truppen in der Ukraine: Kreml hält Stationierung für verhandelbar

Der Kreml sieht die Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine als potentiellen Verhandlungsgegenstand an. Diese Aussage unterstrich Kremlsprecher Dmitri Peskow und betonte, dass die russische Position in dieser Frage klar sei. Er hob hervor, dass dies ein Thema für Verhandlungen sei, ließ jedoch offen, welche konkret gemeint sind und erklärte dabei nicht, dass Russland bereits über die Präsenz von NATO-Truppen diskutiere.
Die Thematik kam erneut bei Gesprächen in Berlin zur Sprache, an denen Vertreter der USA, Europa und der Ukraine teilnahmen. Ziel ist es, dass nach einem Waffenstillstand in der Ukraine internationale Truppen die Lage vor Ort überwachen. Dies entspricht den von Kiew geforderten Sicherheitsgarantien, die einen erneuten russischen Angriff verhindern sollen.
In der Vergangenheit reagierte Russland auf solche Vorschläge stets ablehnend. Außenminister Sergej Lawrow warnte erst kürzlich, dass „derartige Friedenstruppen für Russland umgehend zu legitimen Zielen würden“, sollten sie in der Ukraine stationiert werden. Zusätzlich hatte Kremlchef Wladimir Putin den laufenden Konflikt auch damit gerechtfertigt, den NATO-Beitritt der Ukraine und die Stationierung von Truppen der als feindlich erachteten Militärallianz zu verhindern.

