Neubewertungen bewegen DAX-Kontrahenten: UBS setzt auf Airbus, MTU gerät ins Straucheln
Die einflussreiche Analystengemeinschaft der UBS hat für eine markante Verschiebung der Investorenpräferenzen zwischen den beiden prominenten DAX-Vertretern aus dem Flugzeugbau, Airbus und MTU Aero Engines, gesorgt. Ein neues Kaufvotum seitens der Schweizer Großbank hat die Airbus-Aktien angetrieben und zu einem frischen Rekordhoch von über 187 Euro geführt, was einem Plus von einem Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu setzte eine Herabstufung der MTU-Aktien von 'Buy' auf 'Neutral' den Papieren deutlich zu: Mit einem Verlust von 2,2 Prozent waren sie im Index das Schlusslicht.
Der Branchenkenner Ian Douglas-Pennant zeigt sich in seiner aktuellen Analyse zuversichtlich, dass Airbus sein Kursziel von 220 Euro erreichen kann. Seine positive Einschätzung stützt sich auf eine verbesserte Teileversorgung, die es Airbus ermögliche, die hohe und aufgestaute Nachfrage effizienter zu bedienen.
Für MTU als wesentlichen Triebwerkslieferanten von Airbus zeigt sich Douglas-Pennant hingegen zurückhaltender. Er sieht ein Gleichgewicht von Chancen und Risiken, das den Kurs aktuell weniger attraktiv erscheinen lässt. Die jüngste Erfolgsgeschichte im Bereich Wartung und Instandhaltung, die die Ziele nach oben geschraubt hatte, könnte sich dem Ende zuneigen.
Die Marktdynamik der letzten Monate zeigt indes, dass beide Aktien eindrucksvolle Kursgewinne verzeichneten: Airbus legte 20 Prozent zu, MTU 18 Prozent. Während Airbus seine Rekordrally ungebremst fortsetzt, hat MTU nun jedoch sechs Prozent Abstand von seiner Bestmarke genommen.

