Neubegründung der transatlantischen Allianz gefordert
Kanzler Friedrich Merz hat vor der Dringlichkeit einer umfassenden Erneuerung der transatlantischen Beziehungen zwischen Europa und den USA gewarnt. In seiner Eröffnungsrede zur Münchner Sicherheitskonferenz betonte der CDU-Chef, dass die Partnerschaft auf einer soliden und greifbaren Grundlage aufgebaut werden müsse, um zukunftsfähig zu bleiben.
Merz unterstrich, dass die Zusammenarbeit jenseits und diesseits des Atlantiks die Stärke beider Kontinente fördere. Er verwies auf US-Vizepräsident JD Vance, der bereits im Vorjahr in München auf die wachsende Kluft zwischen den USA und Europa hingewiesen hatte, und attestierte ihm in seiner Einschätzung Recht.
Merz stellte jedoch klar, dass er den gegenwärtigen 'Kulturkampf' in den USA, geprägt von Zöllen und Protektionismus, nicht teile. Vielmehr sprach er sich ausdrücklich für freien Handel, internationale Klimaabkommen und die Zusammenarbeit im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation aus.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die anhaltende Bedeutung des Vertrauens unter den NATO-Partnern. Merz hob hervor, dass sogar die USA, im Angesicht zunehmender globaler Herausforderungen, auf das Vertrauen der Allianzpartner angewiesen seien. Alleingänge könnten selbst eine Großmacht an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringen.

