Neuauftakt in den deutsch-türkischen Beziehungen – Eine strategische Partnerschaft formiert sich
Deutschland und die Türkei setzen ein klares Zeichen der Zusammenarbeit, indem sie ihre Kooperation in geopolitischen Krisenherden wie Gaza, der Ukraine und Syrien verstärken wollen. Außenminister Johann Wadephul lobte in Ankara das strategische Potential der Partnerschaft mit der Türkei, wo er seinen türkischen Kollegen Hakan Fidan traf. Die enge Zusammenarbeit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gaza-Friedensplan, wird als wegweisend für die Zukunft betont.
Anerkennung fand die Vermittlerrolle der Türkei beim Gaza-Konflikt, wobei Wadephul hervorhob, dass die Türkei als Befürworterin des Friedensplans und Druckmittel auf Hamas eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen habe. Fidan signalisierte Bereitschaft zur Teilnahme an Friedenstruppen und bemühte sich um die vollständige Umsetzung des Friedensplans.
Ein weiteres bedeutendes Thema war die Unterstützung der Türkei auf dem Weg in die Europäische Union, vorausgesetzt, Reformen in Bereichen wie Menschenrechten werden angegangen. Trotz der Herausforderung der beschädigten Beziehungen der Türkei zu Israel äußerte Wadephul die Hoffnung auf Wiederannäherung.
Im Ukraine-Konflikt verfolgen beide Nationen das gleiche Ziel eines schnellen Kriegsendes, obwohl sie unterschiedliche Ansätze wählen. Die Türkei unterstützt die Ukraine mit Verteidigungsgütern, während Deutschland die Wirtschaft Russlands schwächen will. Eine direkte Teilnahme Ankaras an westlichen Sanktionen bleibt jedoch aus.
Im Bereich der Rüstungsindustrie wird eine verstärkte Zusammenarbeit angestrebt, wobei Deutschland bereits den Export von Eurofighter-Kampfjets in die Türkei genehmigt hat. Diese vertrauensfördernden Maßnahmen markieren den Beginn eines neuen Kapitels in den deutsch-türkischen Beziehungen.

