Netanjahu schwört auf Sieg über Hamas: Verhandlungen zur Waffenruhe im Fokus
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zeigt sich zuversichtlich, im Konflikt mit der Hamas im Gazastreifen den Sieg davonzutragen. In einem Gespräch mit dem konservativen US-Sender Newsmax äußerte er die Hoffnung, dass im Rahmen einer 60-tägigen Waffenruhe, die aktuell mit Hilfe von Vermittlern in Katar verhandelt wird, bald zehn der noch lebenden Geiseln freigelassen werden.
Die Zustimmung der Hamas zur Freilassung von zehn Geiseln steht offenbar bereits, doch bestehen noch ungelöste Streitpunkte bei den Verhandlungen. Indes berichten palästinensische Quellen von erneuten israelischen Angriffen mit zahlreichen Todesopfern. Medizinische Kreise in Gaza zählen mindestens 55 Tote, während die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa spezifisch 16 Todesopfer in der Stadt Deir al-Balah vermeldet.
Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell zeigte sich schockiert und forderte eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse. Das israelische Militär erklärte, in der Region einen Hamas-Terroristen angegriffen zu haben, der für ein Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 verantwortlich gemacht wird. Berichte über Verletzte seien bekannt, und der Vorfall werde untersucht.
Inmitten des Konflikts haben die Vereinten Nationen 75.000 Liter Treibstoff in den Gazastreifen geliefert, erstmals nach 130 Tagen. UN-Sprecher Stéphane Dujarric wies jedoch darauf hin, dass der tatsächliche tägliche Bedarf für lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Bäckereien weitaus höher ist.
Die USA signalisierten Hoffnung auf eine bevorstehende Waffenruhe, wobei die Verhandlungen über eine mögliche 60-tägige Pause im Fokus stehen. Israels Regierungschef Netanjahu bekräftigte seine Bedingungen für einen dauerhaften Waffenstillstand: Die Niederlegung der Waffen durch die Hamas, der Verlust ihrer staatlichen und militärischen Fähigkeiten sowie die Entmilitarisierung Gazas. Er stellte klar, dass Israel diese Ziele zur Not auch mit Waffengewalt durchsetzen werde.
US-Präsident Donald Trump ist offen für eine Verlängerung der Waffenruhe über die vorgesehenen 60 Tage hinaus, sollten die Verhandlungen längere Zeit in Anspruch nehmen. Netanjahu betonte erneut, dass Israel seine Ziele erreichen werde, gleichwohl Friedensverhandlungen scheiterten. Noch immer befinden sich 50 Geiseln in Gaza. Laut Netanjahu sind 20 sicher am Leben, während bei etwa 30 Geiseln unklar ist, ob sie noch leben.

