Netanjahu ordnet intensive Angriffe im Gazastreifen an: Heikle Lage trotz Friedensplänen
Die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu, denn der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Armee zu intensiven Militäroperationen im Gazastreifen beordert. Diese Entscheidung des Regierungschefs folgte unmittelbar auf eine Sicherheitsberatung, die aufgrund eines Zwischenfalls im südlichen Gazastreifen einberufen wurde.
Dort war es zu einem Feuergefecht gekommen, trotz der bestehenden Waffenruhe, das durch bewaffnete Mitglieder der Hamas provoziert wurde, die auf israelische Soldaten das Feuer eröffnet hatten. Dies führte zu einem heftigen Artilleriebeschuss seitens der israelischen Streitkräfte. Obwohl die Angaben aus der Krisenregion derzeit nicht unabhängig verifiziert werden können, ist die Zahl der Todesopfer erschreckend hoch.
Seit dem Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas am 10. Oktober, die im Rahmen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump angestrebt wurde, wurden bereits mehr als 90 Palästinenser getötet. Auch Israel beklagt Verluste; so starben kürzlich zwei israelische Soldaten bei einem Panzerfaustangriff.
Unterdessen hat die Hamas die Übergabe einer weiteren Geisel-Leiche angekündigt, die am heutigen Abend erfolgen soll. Diese Initiative erfolgt über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und folgt einer bisherigen Übergabe von sterblichen Überresten, die jedoch in Israel große Unruhe auslöste.
Ermittlungen enthüllten, dass die übergebenen Überreste bereits in Israel identifiziert und im Vorjahr rückgeführt worden waren. Dieses Missgeschick sorgte für erhebliche Empörung in der israelischen Bevölkerung.
Im Zuge der Verhandlungen über den Friedensplan hätte die Hamas bereits eine größere Anzahl von Geisel-Leichen übergeben sollen. Bisher fehlt jedoch von 13 Leichen jede Spur, was die Hamas mit erschwerten Bedingungen begründet. Als möglicherweise drastische Antwort auf die Verzögerungen überlegt Israel, das von ihm kontrollierte Gebiet im Gazastreifen auszuweiten.

