Negative Vorgaben von Nike setzen deutsche Sportartikelaktien unter Druck

Die Aktienkurse der deutschen Sportartikelhersteller erlebten einen vorbörslichen Dämpfer, ausgelöst durch unerfreuliche Entwicklungen beim US-Branchenführer Nike. Auf der Plattform Tradegate sank der Aktienkurs von Adidas um 1,7 Prozent und der von Puma um nahezu drei Prozent, während Nike einen Rückgang von über zehn Prozent verzeichnete.
Trotz solider Umsatzzahlen vermochte Nike die Erwartungen seiner Anleger nicht zu erfüllen. Im Rahmen einer Telefonkonferenz, die von Analysten analysiert wurde, vermittelte das Nike-Management einen zurückhaltenden Ausblick. Insbesondere RBC-Analyst Piral Dadhania kritisierte das ausbleibende Signal für ein signifikantes Wachstum im Umsatz und in der Bruttomarge für das dritte Quartal, was kurzfristig negativ für die Aktie bewertet wurde.
Dadhania betonte die Notwendigkeit weiterer Geduld und verwies darauf, dass sich Nike noch in der Sanierungsphase befinde. Die Wiederherstellung der Marktposition verlaufe wohl langsamer als ursprünglich prognostiziert. Als zusätzliche Herausforderungen nannte er Nikes anhaltende Schwierigkeiten in China sowie mit der Marke Converse.

