NATO-Manöver 'Steadfast Noon': Routinierte Sicherheit über der Nordsee
Das jährliche NATO-Manöver 'Steadfast Noon' hat begonnen, bei dem die Verteidigung des Bündnisgebiets mithilfe von Atomwaffen geprobt wird. Rund 2.000 Soldaten nehmen an der zweiwöchigen Übung teil, die aus dem militärischen Hauptquartier in Mons, Belgien, koordiniert wird.
Die Übung umfasst über 70 Flugzeuge, einschließlich deutscher Jets, die für den Transport von US-Atombomben ausgestattet sind. Der Luftraum über der Nordsee dient als zentrales Übungsgebiet, während Basen in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Dänemark wesentliche Rollen übernehmen. Die Bundeswehr beteiligt sich mit drei Tornados und vier Eurofightern.
Obwohl das Manöver laut NATO keine Reaktion auf jüngste russische Aktionen darstellt, sendet es eine klare Botschaft der Entschlossenheit. Generalsekretär Mark Rutte betont die Wichtigkeit der Übung zur Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen nuklearen Abschreckung.
Deutschland beteiligt sich trotz seiner nicht-nuklearen Rolle aufgrund der NATO-Politik der nuklearen Teilhabe. Dabei könnten im Ernstfall stationierte US-Atomwaffen, die unter anderem in Büchel gelagert werden, von Flugzeugen der Partnerstaaten eingesetzt werden.
Detaillierte Übungsszenarien bleiben geheim, jedoch wird laut Experten praxisnah der sichere Transport und die Montage von Übungsbomben geübt. Trotz der aktuellen Drohnenproblematik bleibt die NATO unbeeindruckt. Der Chefplaner für Nuklear-Operationen, Daniel Bunch, zeigt sich zuversichtlich, dass man stets einen Schritt voraus sei.

