Nato-Allianz im U-Boot-Bau: Deutschland und Norwegen locken Kanada ins Boot
Deutschland und Norwegen streben an, mit ihrem gemeinsamen Projekt zum Bau moderner U-Boote die Kooperation mit dem Nato-Partner Kanada zu vertiefen. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) warb während seines Besuchs in Ottawa für Kanadas Teilnahme an dem maritimen Vorhaben, das auf den Bau von Schiffen der Klasse 212CD abzielt. Bereits kürzlich fand ein Austausch in Fachgesprächen statt, als eine kanadische Delegation den Standort des deutschen U-Boot-Herstellers Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel besuchte.
„Unsere neue Partnerschaft eröffnet uns spannende Perspektiven“, meinte Pistorius, nachdem er sich mit seinem norwegischen Amtskollegen Tore Sandvik und dem kanadischen Verteidigungsminister David McGuinty zu vertraulichen Gesprächen getroffen hatte. Die U-Boot-Zusammenarbeit symbolisiere das gemeinsame Bekenntnis zur Verlässlichkeit und Teamarbeit in der Sicherheitspolitik.
Kanada plant in naher Zukunft, vier seiner älteren U-Boote zu ersetzen. Zu den Wettbewerbern um den milliardenschweren Auftrag für die Nachfolgemodelle zählt auch Südkorea. Die Entscheidung der kanadischen Regierung über die Vergabe wird bis spätestens im Frühling erwartet.

