National Grid trotzt Erwartungen mit starkem Gewinnwachstum
Im Geschäftsjahr 2024/25 konnte der britische Netzbetreiber National Grid erfreuliche Ergebniszuwächse verzeichnen. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn stieg um beachtliche 12 Prozent auf 5,36 Milliarden britische Pfund, was umgerechnet 6,36 Milliarden Euro entspricht. Diese Entwicklung übertraf die durchschnittlichen Analystenerwartungen deutlich. Wesentlichen Anteil an diesem positiven Ergebnis hatten die regulierten Aktivitäten im Bereich der Stromweiterleitung, insbesondere in New York. Doch auch auf dem heimischen britischen Markt zeigte sich Wachstum.
Vor diesem Hintergrund plant National Grid weiterhin hohe Investitionen. Bis Ende März 2029 sollen insgesamt rund 60 Milliarden Pfund in den Ausbau des staatlich regulierten Geschäfts fließen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden bereits fast 10 Milliarden Pfund investiert, was einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zu 2023/24 entspricht, wie CEO John Pettigrew mitteilte.
Interessanterweise sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 18,4 Milliarden Pfund, während der Nettogewinn auf 2,9 Milliarden Pfund anstieg, verglichen mit 2,3 Milliarden Pfund im Vorjahr. Analyst Ahmed Farman von Jefferies bewertete die Ergebnisse jedoch positiv, insbesondere den Gewinnausblick für 2025/26. Ein abschreibungsbedingter Belastungsfaktor in Höhe von 300 Millionen Pfund auf ein Offshore-Windkraft-Unternehmen könnte jedoch einer stärkeren Kursentwicklung im Weg stehen. Diese Abschreibung erklärte National Grid mit den aktuellen Unsicherheiten im Marktumfeld.
Trotz dieser Hürden erlebte die Aktie im frühen Handel einen Anstieg um 2,4 Prozent auf 1.040 Pence, womit sie sich ein Stück weit vom jüngsten Rückschlag erholte.

