Nahverkehrsstillstand: Friedenspflicht bewahrt Niedersachsen vor Streik-Chaos
Die Reisenden in großen Teilen Deutschlands müssen sich auf chaotische Verhältnisse im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Aufgrund eines Aufrufs zu Warnstreiks durch die Gewerkschaft Verdi stehen in 15 Bundesländern Busse und Bahnen still. Jedoch gibt es ein bemerkenswertes Beispiel im Norden des Landes: Niedersachsen bleibt verschont und bewahrt seine Pendler vor den Auswirkungen des Arbeitskampfes. Die Ursache für dieses Novum liegt in der sogenannten Friedenspflicht, die für rund 5.000 Beschäftigte des niedersächsischen kommunalen Nahverkehrs nach wie vor Bestand hat.
In Niedersachsen laufen die Tarifverhandlungen noch aus einem sonderbaren Grund: Die Kündigung des bestehenden Tarifvertrags erreichte die Arbeitgeber zu spät. Diese Verzögerung verlängert die Friedenspflicht und bringt den Bürgern des Bundeslandes bis zum 31. März Erleichterung. Für Verdi bedeutet dies, dass der reguläre Betrieb in Niedersachsen bis zum Ablauf der Tarifbindung gesichert bleibt, während in anderen Bundesländern bereits Maßnahmen des Arbeitskampfes ergriffen werden konnten. Somit bleibt Niedersachsen ein sicherer Hafen inmitten eines bundesweiten Verkehrschaos – ein bemerkenswerter Lichtblick für Pendler im Land.

