Nachhaltige Energiewende: Deutsches Fördervolumen für Öl und Gas nimmt ab
Im vergangenen Jahr verzeichneten deutsche Unternehmen einen Rückgang bei der Öl- und Gasförderung, wie aus dem Jahresbericht des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) für 2024 hervorgeht. Die Fördermenge von Erdgas fiel um 3,7 Prozent und lag bei 4,4 Milliarden Kubikmetern, während die Erdölproduktion um 0,7 Prozent auf etwa 1,6 Millionen Tonnen zurückging. Diese Entwicklung zeigt eine moderate Verringerung im Vergleich zum Vorjahr, jedoch werden regelmäßig neue Reserven ausgewiesen, wie eine geplante Erdgasplattform vor Borkum verdeutlicht, die aktuell auf kontroverse Diskussionen stößt.
Die Reserven an sicher und wahrscheinlich vorhandenen Erdgas- und Erdölvorkommen schrumpften ebenfalls leicht, wobei die Erdgasreserven auf 34,7 Milliarden Kubikmeter und die Ölreserven auf 21,2 Millionen Tonnen sanken. Interessanterweise blieb die Speicherkapazität der behördlich genehmigten Erdgasspeicher mit 22,6 Milliarden Kubikmeter konstant und auch die insgesamt zur Suche freigegebene Fläche reduzierte sich um 1.500 Quadratkilometer.
Trotz der abnehmenden Fördermengen betonten Fachleute wie der LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier die Wichtigkeit von Erdgas und Erdöl. Sie werden weiterhin in modernen, effizienten Gaskraftwerken gebraucht, wie sie im Koalitionsvertrag der derzeitigen Bundesregierung gefordert werden. Mühlenmeier unterstrich, dass die inländische Förderung in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten an Bedeutung gewinnt. Sie ist jedoch kein Ersatz zur Energiewende, sondern ein planbarer Teil einer notwendigen Übergangsphase.

