Nach neuen Vorwürfen: Bankhaus Metzler wirft Wirecard-Aktie raus und findet sofort Ersatz

• Bankhaus Metzler streicht Wirecard von Liste der zehn aussichtsreichsten Aktien
• Aareal Bank nimmt den Platz ein
• Analysten nach neuestem "FT"-Artikel uneins

Das Bankhaus Metzler hat die Aktie des Bezahldienstleisters nach einem Artikel der "FT" von der Liste der 10 aussichtsreichsten Aktien gestrichen. Auswirkungen auf das Rating und das Kursziel hat diese Aktion aber nicht - die Experten bewerten die DAX-Aktie weiterhin mit einem "Buy"-Rating und behalten auch ihr Kursziel von 199 Euro bei.

Neu auf der Metzler-Liste der zehn Werte mit den größten Zukunftsaussichten ist nun die Aareal Bank, die nach dem Rauswurf von Wirecard in die Liste aufgenommen wurde.

Analysten werten die aktuelle Lage unterschiedlich

Andere Analysten zeigen sich unterdessen weniger besorgt über Lage bei dem milliardenschweren DAX-Konzern. Warburg Research sieht den neuesten Artikel als "ein weiteres Kapitel in der Auseinandersetzung der Zeitung mit dem Zahlungsabwickler" und bewertet die Information als substanziell nicht neu.

Das Analysehaus Independent Research hat unterdessen mit einer Kurszielsenkung auf die neuerlichen Vorwürfe der britischen Zeitung reagiert - statt 162 US-Dollar traut der Analyst Markus Jost dem Unternehmen nun nur noch einen Sprung auf 140 Euro zu. Selbst wenn sich die Aktie auch dieses Mal von den Angriffen erholen sollte, dürfte dieses Wechselspiel aus Vorwürfen, Kurseinbruch und Wirecard-Dementis kein Ende finden, hieß es in einer Studie.

Weitgehend unbeeindruckt zeigt sich unterdessen die DZ Bank, die darauf hinwies, dass die Wirecard-Aktie immer wieder durch Betrugsvorwürfe und damit Leerverkaufs-Attacken unter Druck, bisher hätten sich aber alle Vorwürfe als haltlos erwiesen. Analyst Harald Schnitzer beließ das Kursziel bei 185 Euro.

Wirecard selbst weist die Vorwürfe unterdessen von sich.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 16.10.2019 · 22:05 Uhr
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