Nach Erholung: Deutsche Aktienmärkte stabilisieren sich leicht
Nachdem der deutsche Aktienmarkt kürzlich eine schwächere Phase durchlebt hat, zeigt sich am Mittwoch eine leichte Stabilisierung. Der DAX eröffnete den Handel mit 24.003 Punkten und ließ damit das Rekordhoch von 24.479 Punkten, das vergangenen Donnerstag verzeichnet wurde, vorerst nicht erreichen.
Analysten der Landesbank Helaba sehen die jüngsten Handelsgespräche zwischen China und den USA als entscheidenden Faktor. Ein in London erzieltes Rahmenabkommen muss jedoch noch von den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping abgesegnet werden. Im Gegensatz dazu erweist sich der Verhandlungsfortschritt mit der EU als schleppend. Entsprechend werden die Marktentwicklungen stark von den Ergebnissen dieser Gespräche beeinflusst.
Zusätzliche Bewegung könnte im Laufe des Nachmittags durch die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise entstehen. Experten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate im Mai. Die Auswirkungen der Zollpolitik der US-Regierung stehen hierbei besonders im Fokus der Ökonomen.
Am Vormittag lag der MDAX mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 30.599 Punkten. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, zeigte sich indes unverändert.
Positiv hervorgehoben wurden die Aktien von Bayer, die um 2 Prozent zulegten, befeuert durch Kaufempfehlungen von HSBC und Kepler Cheuvreux. Auf der anderen Seite der Skala äußerte sich JPMorgan kritisch zu Brenntag vor deren Quartalszahlen, was zu einem Kursrückgang von 1 Prozent führte. Die Aktien der Deutschen Börse litten unter der gestrichenen Kaufempfehlung von UBS und verloren 0,8 Prozent.
In der zweiten deutschen Börsenreihe konnten K+S-Aktien um 1,7 Prozent zulegen. Kepler Cheuvreux hatte das Kursziel der Düngemittelproduzentin von 16 auf 33 Euro mehr als verdoppelt. Die Papiere der Rüstungsunternehmen Rheinmetall, Hensoldt und Renk, die zuletzt unter Druck standen, stabilisierten sich mit einem Anstieg von bis zu 2 Prozent.

