Mutares auf Wachstumskurs: Positives Halbjahresergebnis trotz Bafin-Prüfung
Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares hat mit einem überzeugenden Ergebnis im ersten Halbjahr ihre strategische Neuausrichtung bekräftigt. Der erzielte Umsatz- und Ergebniszuwachs sorgte nach schwierigen Zeiten für die Rückkehr in die Gewinnzone. Ein ausschlaggebender Faktor war der Teilverkauf des österreichischen Motorenherstellers Steyr, welcher einen signifikanten Gewinn einbrachte. Das Management um CEO Robin Laik zeigt sich zuversichtlich, die gesetzten Umsatzziele für das laufende Jahr zu erreichen und auch das operative Ergebnis weiter zu verbessern. Trotz dieser erfreulichen Jahresbilanz erlebte die im SDax notierte Aktie nach einem Zwischenhoch einen Rücksetzer und notierte zuletzt im Minus. Die negative Entwicklung wird teilweise auf die laufende Prüfung durch die Finanzaufsicht Bafin zurückgeführt, die Mutares auf eventuelle Probleme in den Rechnungslegungsvorschriften untersucht.
Der Konzern war bereits zu Beginn des Jahres durch Verzögerungen bei der Vorlage seines testierten Konzernabschlusses unter Druck geraten, was zu einer temporären Entfernung aus dem SDax führte. Mittlerweile ist Mutares jedoch zurück in dem Index und konnte, gestützt durch den positiven Jahresstart, seine Kursbilanz deutlich verbessern.
Mutares, bekannt für die Übernahme herausfordernder Unternehmenskonstellationen, verfolgt das Ziel einer profitablen Umstrukturierung und eines gewinnbringenden Exits. Der Erfolg beim Verkauf von Steyr demonstriert diesen Ansatz eindrucksvoll. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte die Gesellschaft einen Überschuss von 289 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum musste Mutares noch einen Verlust von 156 Millionen Euro verbuchen.
Operativ war das Geschäftsjahr durch rege Aktivität geprägt: Fünf Portfoliounternehmen wurden verkauft, während acht neue Zukäufe getätigt wurden, darunter Buderus Edelstahl, GDL und Magirus. Hinzu kam eine Vereinbarung zur Übernahme eines Continental-Werks in Italien. Die Portfoliounternehmen entwickelten sich besser als im Vorjahr, mit einem Umsatzanstieg von rund 20 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Die Prognose sieht einen weiteren Anstieg auf bis zu 7,5 Milliarden Euro vor, mit einem mindestens positiv erwarteten operativen Ergebnis, das im ersten Halbjahr 598 Millionen Euro erreichte – ein deutlicher Sprung im Vergleich zum Vorjahr.

