Moskau unter Anspannung: Anschlag auf Militärgeheimdienst-Oberhaupt Alexejew sorgt für diplomatische Spannungen
Die jüngsten Spannungen zwischen Moskau und Kiew haben mit einem Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, einen neuen Höhepunkt erreicht. In einem Wohnhaus in Moskau wurde der 64-jährige Alexejew angeschossen und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ermittlungen führen zu zwei Festnahmen und zeigen, dass Russland Kiew für diesen 'Terrorakt' verantwortlich macht. Alexejew ist mittlerweile wieder bei Bewusstsein, wie russische Agenturen berichten.
Während Ermittler in Moskau und Dubai die Verantwortlichen festgesetzt haben sollen, sei eine weitere Verdächtige in die Ukraine geflohen. Nach offiziellen Angaben verfolgen die Ermittlungen den Verdacht, dass der durch ukrainische Geheimdienste beauftragte Täter Ende Dezember 2025 nach Moskau eingereist sei.
In den diplomatischen Kreisen gingen die Wogen hoch, als der russische Außenminister Sergej Lawrow die Ukraine bezichtigte, den Anschlag wissentlich zu unterstützen, um den Verhandlungsprozess zu gefährden. Dies überrascht wenig, da Alexejew, früher immer wieder Ziel westlicher Sanktionen, als profunder Drahtzieher wichtiger militärischer Aktionen gilt, wie etwa während des Syrien-Kriegs und jüngst auch im Ukraine-Konflikt.
Besonders brisant ist der Umstand, dass der Anschlag auf Alexejew nur einen Tag nach bedeutenden Gesprächen in Abu Dhabi erfolgte, an denen auch Alexejews Vorgesetzter, Igor Kostjukow, teilnahm. Beobachter verweisen zudem auf die synchronisierten Anschläge auf hochrangige Militärs, darunter Generalleutnant Jaroslaw Moskalik und der Chef der russischen ABC-Abwehr, Igor Kirillow.
Dieses geplante Attentat ist kein Einzelfall; vielmehr unterstreicht es die angespannte Sicherheitslage, in der ranghohe Mitglieder der russischen Militärstruktur immer wieder ins Fadenkreuz geraten. Der diplomatische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um die Benennung dieser Anschläge als Terrorakte zeigt, wie tief die Gräben im mittlerweile mehrere Jahre andauernden Konflikt geworden sind. Unterdessen setzt die russische Seite ihre Ermittlungen fort, um weiteren Verwicklungen auf den Grund zu gehen.

