Morgan Stanley startet Stablecoin-Reservefonds

Morgan Stanley Investment Management hat einen neuen Fonds ins Leben gerufen, der darauf abzielt, Stablecoin-Emittenten zu unterstützen. Der Stablecoin Reserves Portfolio (MSNXX) wurde in New York als Teil des Institutional Liquidity Funds Trust vorgestellt und ist als staatlicher Geldmarktfonds strukturiert.
Anpassung an Marktbedürfnisse
In einer Pressemitteilung vom 23. April heißt es, dass der Fonds den Reserveanforderungen des GENIUS Act entspricht. Das Hauptziel der Investmentbank ist es, Stablecoin-Emittenten eine konforme Möglichkeit zur Verwahrung der Gelder zu bieten, die ihre Token absichern.
Fred McMullen, Co-Leiter der Global Liquidity bei Morgan Stanley, betont, dass das Produkt eine klare Marktnachfrage adressiert. Er erklärte, dass die Zahl der Stablecoin-Emittenten stark zugenommen hat und das Wachstumspotenzial dieser digitalen Vermögenswerte zeigt.
“We are pleased to deliver a new investment solution to the marketplace that seeks to address the needs of stablecoin issuers,” he wrote.
Der Fonds ist darauf ausgelegt, Kapitalerhalt und Liquidität zu fördern, mit dem Ziel, einen stabilen Nettoinventarwert (NAV) von einem Dollar zu halten und Einkommen zu generieren. Er investiert ausschließlich in Bargeld, US-Staatsanleihen und Übernacht-Repo-Geschäfte.
Morgan Stanley hat mehrere Schritte unternommen, um sein Angebot im Bereich digitaler Vermögenswerte zu erweitern. Amy Oldenburg, Leiterin der Digital Assets bei der Firma, unterstrich dies in der Pressemitteilung.
“Developing innovative ways to work with stablecoin issuers is another step towards modernizing the financial infrastructure and a key way to improve our institutional clients’ experience,” she wrote.
Sie erklärte weiter, dass dies den Kunden aus verschiedenen Marktsegmenten mehr Möglichkeiten bieten wird, was auch die Zugänglichkeit von Finanzdienstleistungen erhöht.
Morgan Stanleys Engagement im Kryptobereich
Die jüngsten Aktivitäten der Bank zeigen, wie sehr sie Kryptowährungen priorisiert. Im April wurde der Morgan Stanley Bitcoin Trust gestartet. Anfang des Jahres führte das Unternehmen auch eine DAP-Klasse innerhalb seines Treasury Securities Portfolio ein.
McMullen erklärte, dass diese Entwicklungen Teil der langfristigen Strategie der Firma sind. Er betonte, dass Morgan Stanley aktiv in der Branche tätig ist, um seine Kapazitäten zur Bereitstellung von Krypto-Liquiditätslösungen zu erhöhen. Er fügte hinzu, dass die Bemühungen zwar noch in den Anfängen stehen, die jüngsten Produkteinführungen jedoch ihr Engagement zeigen, Lösungen zu entwickeln, die den sich ändernden Bedürfnissen der Investoren gerecht werden.
Unterdessen haben Banken und Krypto-Institutionen monatelang im Weißen Haus Gespräche geführt, um einen Streit darüber beizulegen, ob letztere ihren Kunden eine Rendite auf ihre Stablecoin-Investitionen bieten sollten. Finanzinstitute haben sich gegen die Idee ausgesprochen, da sie behaupten, dass renditetragende Stablecoins Gelder von Giro- und Sparkonten abziehen und damit eine primäre Quelle für Kreditkapital schwächen.
Kürzlich äußerten Ökonomen des Weißen Hauses, dass ein Verbot von Krypto-Firmen, diese Renditen anzubieten, keine wesentlichen Auswirkungen auf Banken hätte, während es gleichzeitig die Vorteile für Verbraucher, die aus diesen Renditen resultieren, beseitigen würde.

