Monte dei Paschi will Mediobanca-Übernahme mit höheren Anreizen durchsetzen
Im spannenden Ringen um die Übernahme der renommierten Investmentbank Mediobanca durch die traditionsreiche Banca Monte dei Paschi di Siena aus Italien nimmt das Tauziehen eine neue Wendung. Monte dei Paschi erhöhte kürzlich ihr Kaufangebot und ergänzt es um einen Bargeldanteil von 90 Cent pro Aktie, was das Gesamtvolumen der Offerte auf etwa 750 Millionen Euro steigert. Darüber hinaus bleibt das Angebot bestehen, den Mediobanca-Aktionären für jedes ihrer Wertpapiere 2,533 neue Aktien der Bank aus Siena anzubieten.
Auf dieser Grundlage wird Mediobanca mit rund 16,95 Milliarden Euro bewertet, gestützt auf den Schlusskurs von Monte dei Paschi vom Montagabend. Dieses Angebot liegt leicht über dem damaligen Marktwert von Mediobanca, der rund 16,83 Milliarden Euro betrug.
Interessanterweise zeigt sich Monte dei Paschi flexibel in Bezug auf die angestrebte Übernahmequote. Statt weiterhin eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Mediobanca-Anteile zu fordern, wäre die Bank nun bereits mit einem Anteil von über 35 Prozent zufrieden. Diese Anpassung könnte als strategisches Manöver gelten, um die Übernahmechancen zu erhöhen und potenzielle Bedenken der Mediobanca-Aktionäre zu zerstreuen.

