Moderater Anstieg der Einfuhrpreise überrascht Experten
Die Dynamik bei den Preisen für nach Deutschland importierte Güter hat sich im März erheblich abgeschwächt. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge legten die Einfuhrpreise im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent zu. Analysten hatten mit einem Anstieg von 2,5 Prozent gerechnet. Im Februar verzeichnete man noch den stärksten Anstieg seit über zwei Jahren mit einer Steigerung von 3,6 Prozent.
Im Monatsvergleich stiegen die Importpreise um 1,0 Prozent, während Experten einen Rückgang von 0,8 Prozent erwartet hatten. Die Entwicklung wurde maßgeblich von Konsumgütern beeinflusst, die im Jahresvergleich um 3,6 Prozent teurer wurden. Besonders der Anstieg der Preise für importierte Nahrungsmittel war markant, mit einem Zuwachs von 9,8 Prozent.
Verbraucher mussten vor allem für importierten Orangensaft, Süßwaren, Apfelsaft, Geflügelfleisch und Rindfleisch tief in die Tasche greifen. Die Einfuhrpreise haben direkte Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, an denen sich die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Geldpolitik orientiert.
Nach der Annäherung an den Zielwert von 2 Prozent im letzten Jahr, führte die EZB im Juni 2024 eine Zinswende ein und hat die Leitzinsen seitdem mehrfach gesenkt, zuletzt Mitte April um 0,25 Prozentpunkte.

