Ministerin Alabali-Radovan plant gezieltere Entwicklungsinvestitionen
Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, plant inmitten bevorstehender Kürzungen im Haushaltsbereich eine strategische und effiziente Neuausrichtung der Einsatzmittel. In ihrer Rede vor dem Bundestag während der Haushaltsberatungen hob die SPD-Politikerin hervor, dass eine gründliche Überprüfung notwendig sei, um herauszufinden, wo Deutschlands Ressourcen den größten Einfluss haben könnten, wo die Unterstützung am dringendsten gebraucht werde und wo Rückzüge sinnvoll wären, um die verfügbaren Kräfte optimal zu bündeln.
"Diese Art der Priorisierung mag zwar hart erscheinen, ist jedoch unausweichlich," erläuterte sie. Der aktuelle Haushaltsentwurf sieht eine erhebliche Reduzierung des Etats des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf 10,27 Milliarden Euro vor.
Dies entspricht einer Kürzung von etwa 940 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr und stellt den tiefsten Einschnitt unter allen Einzelplänen dar. Alabali-Radovan betont, dass trotz der finanziellen Einschränkungen eine effektive und zielgerichtete Mittelverwendung gewährleistet werden müsse, um maximale Wirksamkeit zu erzielen.
Die Herausforderung besteht für das Ministerium darin, die Effizienz der Entwicklungsinvestitionen zu maximieren, trotz budgetärer Engpässe. Die Ministerin ist entschlossen, durch die genaue Abstimmung von Zielen und Ressourcen die globale Wirkung der deutschen Entwicklungshilfe zu optimieren.

