Microsoft verzeichnet beeindruckendes Wachstum trotz Herausforderungen im Cloud-Geschäft
Microsoft hat erneut beeindruckende Wachstumsergebnisse dank der ungebrochenen Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Diensten erzielt. Dennoch blieb die Wachstumsrate im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 hinter der des Vorquartals zurück. Diese Nachricht führte zu einem Rückgang des Aktienkurses, der im frühen Handel in New York um zwölf Prozent sank, was Microsoft zum schwächsten Dow-Wert machte.
Im Gegensatz dazu profitierten die Aktien der Google-Mutter Alphabet weiterhin stark vom KI-Boom. Während Alphabets Börsenwert in den letzten sechs Monaten um beachtliche drei Viertel auf knapp 4,1 Billionen Dollar gestiegen ist, fiel der Marktwert von Microsoft um sechs Prozent auf 3,6 Billionen Dollar. Trotz überwiegend positiver Geschäftszahlen äußerten einige Analysten Skepsis bezüglich des künftigen Wachstums im Cloud-Segment.
Microsofts Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar an, während der operative Gewinn um rund 20 Prozent auf 38,3 Milliarden Dollar kletterte. Die Investitionen haben einen Rekordwert von 37,5 Milliarden Dollar erreicht, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Hingegen entsprach das Wachstum im Cloud-Geschäft lediglich den Prognosen, und der Ausblick blieb verhalten.
Laut Finanzchefin Amy Hood bremsen Kapazitätsengpässe weiterhin das Wachstum in der Cloud-Sparte, was hohe Investitionen notwendig macht. Microsoft geriet beim Ausbau der Infrastruktur ins Hintertreffen, vor allem aufgrund der steigenden Nachfrage nach Cloud-Diensten und KI-Produkten.
Eine enge Partnerschaft mit dem Startup OpenAI, bekannt durch ChatGPT, stellt einen weiteren Wachstumsfaktor dar. Den Berichten zufolge plant Microsoft, sich an einer neuen Finanzierungsrunde für OpenAI zu beteiligen und bis zu 60 Milliarden Dollar gemeinsam mit Nvidia und Amazon zu investieren. Dabei solle Microsoft weniger als 10 Milliarden Dollar aufbringen. OpenAI strebt eine Bewertung von bis zu 830 Milliarden Dollar an, wobei auch der japanische Investor Softbank mitwirken könnte.

