Michigan setzt auf Bitcoin: Ein Schritt Richtung staatlicher Krypto-Reserve
In Michigan gewinnt der Vorstoß zur Schaffung einer staatlich geführten Bitcoin-Reserve wieder an Fahrt. Nachdem das Vorhaben mehrere Monate lang ins Stocken geraten war, leitete das Parlament inzwischen das dazugehörige Gesetzesvorhaben, House Bill 4087, an den Regierungsausschuss weiter. Der im Februar vorgeschlagene Gesetzesentwurf sieht vor, dass der Staatsschatzmeister die Möglichkeit erhält, bis zu 10 % der allgemeinen und Stabilisierungsfonds Michigans in Kryptowährungen zu investieren.
Am Donnerstag gelang der Entwurf über die bürokratischen Hürden und fand sich auf der Tagesordnung für die zweite Lesung im Parlament wieder. Initiiert von den republikanischen Abgeordneten Bryan Posthumus und Ron Robinson, reiht sich Michigan damit in den Kreis der wenigen US-Bundesstaaten ein, die mit Texas, New Hampshire und Arizona bereits erfolgreich Bitcoin-Reserven gesetzlich verankert haben. Der technische Leiter der Komodo Platform, Kadan Stadelmann, äußerte sich optimistisch, dass der Trend zur 'Hyperbitcoinisierung' auf staatlicher Ebene nicht aufzuhalten sei und andere Städte sich dem anschließen könnten, um das Geld der Steuerzahler vor einer möglichen Abwertung des US-Dollars zu schützen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Sicherheitsmaßnahmen, die zuvor bereits in anderen Staaten wie Florida entscheidend waren. Unter anderem sieht der Plan vor, dass der Staat die Kontrolle über private Schlüssel behält und regelmäßige Audits durchführt. Der erfolgreiche Abschluss des Vorhabens könnte auch benachbarte Staaten wie Illinois, Ohio und Pennsylvania unter Druck setzen, ähnliche Umsetzungen in Betracht zu ziehen. In einer Zeit, in der der Dollar möglicherweise nicht mehr die alleinige Reservewährung ist, könnten Bitcoin sowie andere wie der Yuan oder der Rubel an Bedeutung gewinnen.

