Mexikos Reaktion auf US-Zollpolitik: Gegenmaßnahmen in Planung
Die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, hat auf die neuen US-Importzölle mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen reagiert. Auf ihrer morgendlichen Pressekonferenz im Nationalpalast betonte sie, dass neben Zöllen auch weitere Maßnahmen ergriffen würden, über die sie am Sonntag bei einer öffentlichen Veranstaltung detailliert informieren werde. Sie rief dazu auf, besonnen zu bleiben und bedacht zu handeln.
Durch die Inkrafttretung der neuen Zollregelungen von US-Präsident Donald Trump mitten in der Nacht sind nun Strafzölle von 25 Prozent auf Importgüter aus Mexiko und Kanada in die Vereinigten Staaten wirksam. Auch für chinesische Waren wurden die bereits zuvor verhängten Importzölle signifikant erhöht, was bereits Reaktionen aus Kanada und China provozierte, die mit Gegenzöllen antworteten.
Trump rechtfertigte die Strafzölle unter anderem mit einem unzureichenden Einsatz dieser Nationen gegen den Drogenhandel an den Grenzen. In einem symbolträchtigen Schritt hatte Mexiko kürzlich 29 inhaftierte Kriminelle, darunter den bekannten ehemaligen Kartellführer Rafael Caro Quintero, an die USA ausgeliefert.
Mexiko ist der führende Exporteur in die USA, und die von Trump betriebene Zollpolitik könnte auf beiden Seiten der Grenze wirtschaftlichen Schaden anrichten. Prognosen von Ökonomen zufolge drohen Inflation und Arbeitsplatzverluste, da über 80 Prozent der mexikanischen Exporte in die USA fließen und Millionen von Arbeitsplätzen von diesem Handelsvolumen abhängen.

