Meta im Kreuzfeuer: Verbraucherschützer werfen Datenschutz-Verstoß vor
Die geplante Schulung der KI-Software Meta AI durch den Meta-Konzern, bekannt durch Facebook und Instagram, löst bei Verbraucherschützern Alarm aus. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) verstößt Metas Vorgehen gegen das europäische Datenschutzrecht. Die VZ NRW hat Meta daher eine Abmahnung zukommen lassen.
Meta betont jedoch, dass eine solche Unterlassungsverfügung das KI-Wachstum in Deutschland gefährden könnte. Die von Meta als notwendig erachtete Praxis sei branchenüblich, um KI-Produkte besser an die deutsche Kultur und Sprache anzupassen. Mit dem Einsatz von Posts erwachsener Nutzer – wie im April angekündigt – wolle Meta seine KI verbessern.
Doch hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser Schritte bestehen bei der Verbraucherzentrale Zweifel, was Christine Steffen, Datenschutzexpertin der VZ NRW, unterstreicht: "Wir prüfen weitere rechtliche Schritte, falls Meta unserer Aufforderung nicht nachkommen sollte." Die Kritiker bemängeln, dass Metas Verweis auf "berechtigtes Interesse" nicht genügt und Nutzer dem aktiver zustimmen sollten, insbesondere bei sensiblen Daten.
Gleichzeitig bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage eine Anleitung für Nutzer an, die der Verwendung ihrer Daten widersprechen möchten – dies muss bis zum 27. Mai geschehen. Meta warnt, dass eine gerichtliche Verfügung das KI-Interesse der Verbraucher und die Ambitionen lokaler Unternehmen erheblich dämpfen könnte.

