Merz trifft Trump: Keine Debatte über die AfD
Bei einem kürzlichen Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump in Washington war der Umgang mit der AfD nicht auf der Gesprächsagenda. Dies bestätigte Merz in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN. Der Bundeskanzler, sichtlich zufrieden mit der Klarstellung, interpretierte dies als ein Zeichen dafür, dass in den USA mittlerweile ein klareres Verständnis über die Natur der "sogenannten Alternative für Deutschland" herrscht.
Merz unterstrich die Stabilität und Reife der deutschen Demokratie. Er betonte, dass Deutschland in der Lage sei, ohne externe Belehrungen seine demokratischen Prozesse eigenständig zu gestalten. "Wir sind erwachsen und können unsere Angelegenheiten selbst regeln", stellte er mit Nachdruck fest und wies damit unterschwellige Einmischungsversuche aus Übersee zurück.
Die Trump-Regierung hatte in jüngster Vergangenheit Deutschland und mehrere europäische Partner der Einschränkung der Meinungsfreiheit und der politisch motivierten Ausgrenzung von Parteien wie der AfD bezichtigt. Der US-Vizepräsident JD Vance kritisierte auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar die europäischen Staaten, und warnte sie vor der Errichtung von "Brandmauern", die die demokratische Integrität gefährden könnten.

