Merz fordert weiße Weste für Europas Wettbewerbsfähigkeit
Im Bestreben, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der Europäischen Union zu stärken, hat Kanzler Friedrich Merz im Bundestag deutliche Reformforderungen gestellt. Der CDU-Politiker plädierte leidenschaftlich dafür, dass Europa sich grundlegend wandeln müsse, um die Produktivität zu erhöhen. Im Vorfeld des EU-Gipfels hob Merz hervor, dass hierzu ein Ende des Bürokratiewahns, schnellere Verfahren, offene Märkte und stärkere Innovationskraft zählen.
Gleichzeitig betonte Merz, dass der angestrebte Wandel im Einklang mit den Klimaschutzzielen steht, die bis 2045 und die dazugehörigen Zwischenziele bis 2040 erreicht werden sollen. Der Kanzler begegnete damit entschieden eventuellen Zweifeln an der Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz. Er argumentierte, dass Technologieoffenheit und Innovation entscheidend für den Umweltschutz sind und dass Verbote hierfür nicht der richtige Ansatz seien.
Merz mahnte schließlich an, das Potenzial des europäischen Binnenmarktes stärker zu nutzen. Speziell hob er die Notwendigkeit eines robusteren europäischen Kapitalmarkts hervor, der es Unternehmen ermöglicht, sich effizienter zu finanzieren. Der Kanzler schlug vor, eine europäische Börsenplattform, eine „European Stock Exchange“, zu schaffen, um Erfolgsgeschichten wie die von Biontech in Europa halten zu können und nicht an die New Yorker Börse zu verlieren.

