Merck KGaA unter Druck: Stifel senkt Prognose drastisch
Die Aktien der Merck KGaA verzeichneten am Montagmorgen einen deutlichen Rückgang, nachdem das renommierte Investmenthaus Stifel seine Verkaufsempfehlung für die Papiere ausgesprochen hatte. Auf der Plattform Tradegate sanken die Aktien des Darmstädter Unternehmens im vorbörslichen Handel um nahezu 2,5 Prozent auf 108,65 Euro. Damit rückt das Jahrestief von 108,10 Euro, das Mitte Juni verzeichnet wurde, wieder in den Fokus der Anleger.
Der erfahrene Stifel-Analyst Dylan Van Haaften nahm eine drastische Anpassung seines Kursziels für die Merck-Aktien vor und reduzierte es von zuvor 153 Euro auf nunmehr 100 Euro. Dies führte auch dazu, dass er seine Einstufung von 'Buy' auf 'Sell' herabsetzte. Die Revision der Prognose basiert auf jüngsten Gesprächen mit dem Management von Merck, die auf erhebliche Risiken durch einen vorzeitigen Patentauslauf des MS-Medikaments Mavenclad (Cladribin) hinwiesen.
Aufgrund dieser Unsicherheiten sieht Van Haaften seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 signifikant unterhalb der allgemeinen Konsensschätzungen.

