Meme-Coin PIPPIN stürzt um 50% ab: Klassischer Betrug oder Kaufgelegenheit?

Die Meme-Kryptowährung PIPPIN, die kürzlich noch durch einen enormen Preisanstieg für Aufsehen sorgte, hat innerhalb eines Tages rund 50% ihres Wertes verloren.
Die zentrale Frage ist nun, ob eine Erholung bevorsteht oder ob es sich um einen klassischen Betrug handelt, der auf weitere Verluste hindeutet.
Zeigt sich ein Betrug?
Während der breitere Kryptomarkt im Februar mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, widersetzte sich die weniger bekannte Meme-Währung PIPPIN den negativen Marktbedingungen und verzeichnete einen dreistelligen Preisanstieg. Der Kurs erreichte zeitweise $0,76 und stieg gegen Ende des Monats auf ein Allzeithoch von fast $0,90.
Die Marktkapitalisierung von PIPPIN erreichte kurzzeitig fast $900 Millionen und katapultierte die Währung in die Top 100 der größten Kryptowährungen. Doch dieser Erfolg war nur von kurzer Dauer. Anfang März setzte eine deutliche Korrektur ein, die sich nach einem Rückgang von 52% innerhalb der letzten 24 Stunden weiter verschärfte. Innerhalb eines Tages wurden fast $200 Millionen der Marktkapitalisierung ausgelöscht, und PIPPIN rangiert nun als 188. größte digitale Währung.
Der offensichtlichste Grund für den Absturz scheint eine Verkaufswelle zu sein, die von bestimmten Investoren ausgelöst wurde. Einige Nutzer berichteten, dass dieselben Wallets, die letzte Woche PIPPIN akkumulierten, kürzlich ihre Bestände in großem Stil abgestoßen haben.
Die Meme-Währung stand bereits während ihres Höhenflugs in der Kritik vieler Marktbeobachter. Letzten Monat beschrieb ein Nutzer sie als „den größten Betrug des letzten Jahres“, während andere das gesamte Projekt als „eine Kabale“ betrachten, bei der eine koordinierte Gruppe von Insidern den Preis durch ihre Aktionen manipuliert. Kürzlich schloss sich ein Krypto-Analyst der Kritik an und bezeichnete PIPPIN als „Betrugs-Coin“, die „Menschen abgezockt“ habe.
Gibt es eine Chance auf Erholung?
Trotz der überwiegenden Meinung unter Branchenkennern, dass PIPPIN ein Warnsignal für Händler und Investoren ist, bleiben einige optimistisch. Ein Nutzer prognostizierte eine erhöhte Volatilität und einen möglichen Preisanstieg auf ein neues Allzeithoch von $1.
Der Relative Strength Index (RSI) des Assets unterstützt die Theorie einer Erholung. Der Indikator misst die Geschwindigkeit und das Ausmaß der jüngsten Preisbewegungen und hilft Händlern, potenzielle Umkehrpunkte zu identifizieren. Er reicht von 0 bis 100, wobei Werte unter 30 als bullisches Territorium gelten, das eine Erholung ankündigen könnte. Im Gegensatz dazu deuten Werte über 70 auf eine bevorstehende Korrektur hin. Derzeit liegt der RSI von PIPPIN bei etwa 24.

