Meme-Aktien und die Schutzmaßnahmen eines TV-Forenkönigs
Jim Cramer, bekannt aus der Fernsehshow 'Mad Money', geriet 2021 ins Visier der Einzelhändler, die während der Pandemiejahre die Aktienmärkte beeinflussten. Inmitten des Meme-Aktienrauschs, der Aktien wie von GameStop zu schwindelerregenden Höhen trieb, sah sich Cramer gezwungen, einen Leibwächter anzuheuern, nachdem er die Kleinanleger verärgert hatte.
Zum Höhepunkt dieser turbulenten Phase befand sich Cramer in einem Krankenhaus, um sich von einer Rückenoperation zu erholen. Auf einem Podcast von Bloomberg schilderte er, dass er anfangs dachte, er halluziniere, als die GameStop-Aktien in die Höhe schnellten.
Nachdem sich der Aktienkurs vervierfacht hatte, kontaktierte er seine CNBC-Kollegen Carl Quintana und David Faber mit der eindringlichen Botschaft, dass es Zeit sei zu verkaufen. Diese deutliche Warnung führte schließlich zu der Notwendigkeit, rund um die Uhr geschützt zu werden.
Im Januar 2021 wandte sich Cramer aus dem Krankenhaus an CNBC und riet den Anlegern, ihre Gewinne zu realisieren, um nicht alles zu verspielen. Er vertrat die Auffassung, dass GameStops Aktienwert die Grenze von 400 Dollar nicht überschreiten durfte. Doch nach einem rasanten Anstieg stürzte der Kurs schließlich auf etwa 10 Dollar ab. Seither ist die Aktienbewegung von GameStop mit Höhen und Tiefen verbunden, behält jedoch eine treue Anhängerschaft, die regelmäßig bei neuen Meme-ähnlichen Rallyes dabei ist. Am Montag notierte die Aktie bei etwa 27 Dollar, was einem Rückgang von etwa 15% seit Jahresbeginn entspricht.

