Mehr Wildunfälle im Frühling: So vermeiden Autofahrer gefährliche Zusammenstöße
Automobilclub KS e.V. erklärt, wie sich das Risiko auf Landstraßen reduzieren lässt

09. April 2026, 12:01 Uhr · Quelle: LifePR
Mehr Wildunfälle im Frühling: So vermeiden Autofahrer gefährliche Zusammenstöße
Foto: LifePR
Mehr Wildunfälle im Frühling: So vermeiden Autofahrer gefährliche Zusammenstöße / © Adobe Stock / Ingo Bartussek
Im Frühling erhöht sich das Wildunfallrisiko, was teurere Schäden verursacht. Der Automobilclub KS e.V. bietet präventive Ratschläge.

München, 09.04.2026 (lifePR) - Mit steigenden Temperaturen und länger werdenden Tagen steigt auch das Risiko auf den Straßen: Wildtiere sind im Frühling besonders aktiv und überqueren vor allem in den frühen Morgenstunden sowie zur Dämmerung häufiger die Fahrbahn. Der Automobilclub KS e.V. ruft daher Autofahrerinnen und Autofahrer zu erhöhter Vorsicht auf, um Unfälle zu vermeiden und sich sowie andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Neben dem Herbst zählt der Frühling zu den Hochphasen für Wildunfälle. Rehe, Wildschweine und anderes Wild sind auf Nahrungssuche, Jungtiere werden mobil und Revierkämpfe nehmen zu. Vor allem auf Landstraßen sowie in Wäldern und entlang von Feldern und Wiesen kommt es daher vermehrt zu gefährlichen Situationen. „Viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterschätzen die saisonale Dynamik bei Wildwechseln. Dabei ist gerade jetzt das Risiko besonders hoch und diese Unfälle passieren meist völlig unerwartet und unvermittelt“, warnt Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V., Deutschlands zweitgrößter Automobilclub.
Das bestätigt auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach registrierten die deutschen Kfz-Versicherer im Jahr 2024 rund 276.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Pkw, die Schäden im Wert von mehr als 1,1 Milliarden Euro verursachten. Die Kosten pro Unfall seien im Vergleich zum Vorjahr von 3.850 Euro auf rund 4.100 Euro deutlich angestiegen, so der GDV. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf höhere Preise für Ersatzteile sowie gestiegene Stundenverrechnungssätze in Werkstätten. Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV: „Steigende Reparaturkosten treiben die Schadenhöhe nach oben. Für Versicherte bedeutet das, dass selbst kleinere Kollisionen mit Wildtieren heute deutlich teurer werden können.“

Wildunfälle vermeiden
Umso wichtiger ist es, das eigene Fahrverhalten anzupassen. In Bereichen mit Wildwechsel-Schildern sollten Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit reduzieren und stets bremsbereit sein. Wer ein Tier am Straßenrand erkennt, sollte sofort kontrolliert abbremsen. Das A und O ist dabei, weder Auffahrunfälle mit potenziell nachfolgenden Fahrzeugen zu provozieren, noch das eigene Auto auf die Gegenfahrbahn und damit schlimmstenfalls in den Gegenverkehr zu lenken. Riskante Ausweichmanöver können unter Umständen schwerwiegendere Folgen haben als eine Kollision mit einem Tier. Zudem gilt es, das Fernlicht abzublenden und aufmerksam zu bleiben, denn häufig folgen dem einen Wildtier noch weitere nach.

Nach einem Wildunfall
Sollte es tatsächlich zu einem Wildunfall gekommen sein, muss umgehend die Unfallstelle abgesichert werden: Warnblinker einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen – auf Landstraßen sind das 100 Meter und immer vor einer Kurve oder Kuppe. Das verletzte oder tote Tier sollte übrigens keinesfalls angefasst, versorgt oder gar mitgenommen werden. Was schlussendlich mit dem Tier geschieht, entscheidet der Jagdpächter bzw. Jagdausübungsberechtigte. Allerdings sollte stets die Polizei benachrichtigt werden. Diese nimmt den Vorfall auf und stellt eine Wildunfallbescheinigung zur Vorlage bei der Versicherung aus. Darüber hinaus hilfreich sind Fotos von der Unfallstelle und dem eigenen Fahrzeug.

Schadenregulierung mit der Wildschadenbeihilfe
Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Wildunfall gekommen ist, muss der Versicherer umgehend kontaktiert werden – und zwar noch bevor die Wildspuren beseitigt sind und das Fahrzeug repariert bzw. verschrottet wird. Wer eine Kaskoversicherung abgeschlossen hat, erhält Schadensersatz bei Schäden am eigenen Auto, die auf Haarwild, also beispielsweise Hirsche, Rehe, Wildschweine oder Füchse, zurückgehen. Als Teil seiner Clubleistungen bietet der Automobilclub KS e.V. speziell eine Wildschadenbeihilfe an: Bei einem Unfall mit Wild oder jagdbarem Federwild sowie mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen trägt der Club die Reparaturkosten bis zu 1.050 Euro im Kalenderjahr. Somit zahlt der Automobilclub KS e.V. beispielsweise auch die mit der Kaskoversicherung eventuell vereinbarte Selbstbeteiligung bis zum genannten Höchstbetrag.

Wildwarner-App „Wuidi“
Um die Unfallgefahr mit querenden Wildtieren nachhaltig zu reduzieren, gibt es übrigens auch die Wildwarner-App „Wuidi“. Sie warnt Autofahrerinnen und Autofahrer in Echtzeit vor Wildwechsel bei der Fahrt durch Gefahrengebiete mit erhöhtem Wildwechsel. Die Warnung erfolgt dabei entweder über die App oder per Bluetooth-Kopplung direkt über das Fahrzeug; somit ist keine Bedienung während der Fahrt notwendig, die vom Verkehrsgeschehen ablenkt. Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, erhält der Nutzer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und auf Basis der GPS-Lokalisierung die Kontaktdaten des zuständigen Ansprechpartners, der Polizeidienststelle oder des Jagdrevier-Inhabers.

Mehr Infos zur App gibt es unter www.ks-auxilia.de/automobilclub/wildwarner-app-wuidi/ 

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[lifepr.de] · 09.04.2026 · 12:01 Uhr
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