Mehr Migranten überqueren Ärmelkanal: London verstärkt Zusammenarbeit mit Deutschland
Die britische Regierung verzeichnet für das Jahr 2024 einen Anstieg der Bootsmigranten im Ärmelkanal. Einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge war dies zudem das bisher tödlichste Jahr an der Wasserstraße. Rund 36.800 Menschen wagten die gefährliche Überfahrt von Frankreich nach England in kleinen Booten, was einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Höchststand von 45.700 Migranten aus dem Jahr 2022 wurde jedoch nicht erreicht.
Besonders besorgniserregend: 53 Menschen verloren in diesem Jahr ihr Leben bei der Überfahrt. Diese Zahlen stammen von der französischen Küstenwache und markieren den höchsten Stand der Todesfälle in einem Kalenderjahr.
Die neue Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat die Pläne der konservativen Vorgängerregierung, Flüchtlinge nach Ruanda abzuschieben, endgültig verworfen. Stattdessen liegt der Fokus auf einer intensiveren Bekämpfung krimineller Schleuserorganisationen. Im Zuge dessen zeichnet sich eine verstärkte Zusammenarbeit mit Deutschland ab. Die britischen Behörden setzen auf Unterstützung, da viele Schleuser von dort aus operieren. Bei vergangenen Razzien in Deutschland wurden erhebliche Mengen an Bargeld, Schlauchbooten, Motoren und sogar Schusswaffen beschlagnahmt.

