Medwedews scharfe Kritik an US-Sanktionen: Ein neuer Konflikt am Horizont?
In einem bemerkenswert direkten Kommentar auf seiner Telegram-Plattform hat Dmitri Medwedew, der frühere Präsident Russlands, die kürzlich von den USA verhängten Sanktionen gegen die bedeutenden russischen Ölgesellschaften Rosneft und Lukoil als einen "kriegerischen Akt" betitelt. Mit seiner Kritik zielte Medwedew direkt auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und bezeichnete die Vereinigten Staaten als Widersacher, die nunmehr unter dem Deckmantel eines wortreichen "Friedensstifters" einen Kriegskurs gegenüber Russland eingeschlagen hätten. Medwedew, der aktuell als stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates fungiert, machte deutlich, dass Trump nicht länger die Verantwortung für den Konflikt auf seinen Vorgänger Joe Biden schieben könne.
Die Situation sei vielmehr zu Trumps eigenem Konflikt geworden, bemerkte Medwedew mit Nachdruck. Diese Klarheit sieht Medwedew als Vorteil für Russland, da es ermöglichen würde, die Ukraine ohne Rücksicht auf diplomatische Verhandlungen zu attackieren.
Trump selbst hatte am Abend zuvor verkündet, dass ein geplantes Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgrund mangelnder Kompromissbereitschaft Moskaus im Ukraine-Konflikt auf unbestimmte Zeit verschoben werde. Zum ersten Mal während seiner Amtszeit hat Trump Sanktionen gegen Russland verhängt, was die geopolitischen Spannungen weiter verschärft.

