Medienwandel in Bayern: Media for Europe stärkt ProSiebenSat.1-Standort München
Der kürzlich erfolgte Führungswechsel bei ProSiebenSat.1 stellt den Einfluss des neuen Mehrheitseigentümers Media for Europe (MFE) ins Rampenlicht. Medienstaatsminister Wolfram Weimer nutzte die Bühne der Medientage in München, um MFE zur Einhaltung seiner Verpflichtungen gegenüber dem Standort München zu mahnen. Mit einem charmanten Hinweis an Pier Silvio Berlusconi, den Vorstandschef von MFE und Sohn des verstorbenen ehemaligen italienischen Premiers Silvio Berlusconi, unterstrich Weimer die Bedeutung der vorher getroffenen Vereinbarungen, die sowohl im Berliner Kanzleramt als auch in München mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erzielt wurden.
Ein zentraler Punkt dieser Gespräche war das Versprechen, den Standort München weiter zu stärken, was auch als ein Zeichen der Verbundenheit gesehen wird. Weimer drückte seine Zuversicht darüber aus, dass die MFE-Gruppe ihre Verpflichtungen erfüllt und die bayrische Medienaufsicht sowie Markus Söder zufriedenstellen wird. Söder selbst steht fest zur Unterstützung von ProSiebenSat.1 und betonte die Wichtigkeit einer starken und demokratisch geprägten Marke sowie die positiven Auswirkungen für den Standort München.
Ein weiterer entscheidender Schritt der MFE war die umfassende Umgestaltung der Unternehmensleitung von ProSiebenSat.1 in Unterföhring. Marco Giordani, zuvor Finanzvorstand von MFE, übernimmt die Rolle des Vorstandschefs und ersetzt Bert Habets, der dem Unternehmen noch bis Ende des Jahres als Berater erhalten bleibt. Diese Maßnahmen, die parallel zur größten Medienkonferenz Deutschlands mit etwa 5.000 Teilnehmern ablaufen, markieren einen tiefgreifenden Wandel in der deutschen Fernsehbranche.

