Medien: FBI hatte acht Jahre vor 9/11 Kontakt zu Bin Laden

27. Februar 2014, 12:58 Uhr · Quelle: dpa

Washington (dpa) - Die US-Bundespolizei FBI hatte laut Berichten der «Washington Times» und des TV-Senders NBC bereits acht Jahre vor den Anschlägen vom 11. September 2001 Kontakt zu Terrorchef Osama bin Laden.

Ein FBI-«Maulwurf» innerhalb des Terrornetzwerks Al-Kaida habe Bin Laden getroffen und auch gewusst, dass dieser Anschläge finanzieren wollte, heißt es in einem NBC-Bericht vom Mittwoch.

Der «Maulwurf» soll in Los Angeles ein Fahrer und Vertrauter des radikalen ägyptischen Predigers Omar Abdel Rahman gewesen sein. Dieser sogenannte «blinde Scheich» verbüßt wegen Beteiligung am ersten Anschlag auf das World Trade Center in New York 1993 eine lebenslange Haftstrafe in den USA. Rahman soll dem Informanten NBC-Recherchen zufolge gesagt haben: «Wenn Du Geld brauchst, geh' direkt zu Osama und sag ihm, dass ich Dich geschickt habe.»

Hinweise des «Maulwurfs» hätten Mitte der 1990er Jahre etwa geholfen, einen von Bin Laden unterstützten Anschlag auf eine Freimaurer-Loge in Los Angeles zu verhindern. Bin Laden habe ihm bei einem Treffen gesagt, dass er die Loge für eine «Explosion» ausgewählt habe. Der Mann soll enge Beziehungen zur Führungsebene von Al-Kaida gehabt und dem FBI dadurch hoch sensible Informationen verschafft haben.

«Es war meines Wissens die einzige Quelle in dem Büro, die direkt mit Al-Kaida involviert war», sagte Ed Curran 2010 in einer Zeugenaussage vor Gericht. Curran war stellvertretender Sonderbevollmächtigter für das FBI-Büro in Los Angeles, wo der Agent Bassem Youssef Kontakt zu dem wertvollen Hinweisgeber sowie einer weiteren Quelle pflegte. Da Curran laut «Washington Times» in einem fast leeren Gerichtssaal aussagte, blieb die Sache der Öffentlichkeit jahrelang verborgen.

NBC-Recherchen zufolge erfuhren weder der US-Kongress noch die sogenannte 9/11-Kommission von dem «Maulwurf» - obwohl beide untersuchten, wie es zu den verheerenden Anschlägen mit knapp 3000 Todesopfern kommen konnte. Die Kommission erhob in ihrem Bericht später schwere Vorwürfe gegen das FBI und den Geheimdienst CIA. Den damaligen Chefs wurden schwere Versäumnisse angelastet. Ohne das Versagen der CIA hätte das Komplott vom 11. September aufgedeckt werden können, hieß es. Gegenüber NBC teilte das FBI mit, der Kommission alle relevanten Informationen übergeben zu haben.

Der bisher unbekannte Informant sei ein weiteres Beispiel für die «Notizbücher von Verschwörungstheoretikern», die glaubten, dass die Behörden Dinge unter Verschluss hielten, sagte Peter Hoekstra. Er war von 2004 bis 2007 Vorsitzender im Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses, als der Kongress sich mit dem Bericht der 9/11-Kommission beschäftigte.

Seit 2001 jagen die USA die Hintermänner von 9/11 und weitere Terroristen. Osama bin Laden galt als meistgesuchter Terrorist der Welt, bis er am 2. Mai 2011 von US-Elite-Soldaten erschossen wurde. Der mutmaßliche 9/11-Drahtzieher Chalid Scheich Mohammed und vier weitere Top-Terroristen warten im Gefangenenlager Guantánamo Bay auf ihren Prozess.

Terrorismus / USA
27.02.2014 · 12:58 Uhr
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