Markterwartungen treiben Aktienkurse trotz anhaltender Inflation
Der Aktienmarkt zeigte sich in der Nachmittagssitzung lebhaft, nachdem der Verbraucherpreisindex (CPI) die Erwartung einer Zinssenkung durch die US-Notenbank beflügelte, obwohl die Inflation weiterhin stur bleibt. Die CPI-Daten für August, ein entscheidender Inflationsindikator, wiesen einen jährlichen Anstieg der Preise um 2,9% auf und entsprachen damit den Erwartungen. Trotz einer nach wie vor über dem Ziel der US-Notenbank von 2% liegenden Inflation konzentrierten sich die Anleger auf andere Anzeichen einer abkühlenden Wirtschaft, insbesondere auf einen schwächeren Arbeitsmarkt. Die breite Markterwartung einer Zinssenkung auf der September-Sitzung der Fed zur Stützung der Wirtschaft ließ die Anleger optimistisch werden. Mehrere Zinssenkungen bis zum Jahresende wurden in die Kurse eingepreist, was die Markstimmung belebte und die Renditen von US-Staatsanleihen sinken ließ.
An den Aktienmärkten kann es zu Überreaktionen auf Nachrichten kommen, wodurch sich bei größeren Kursrückgängen gute Gelegenheiten zum Kauf qualitativ hochwertiger Aktien ergeben können. Zu den betroffenen Aktien gehörte auch ManpowerGroup, deren Anteilsscheine bemerkenswerte Schwankungen verzeichneten und im vergangenen Jahr 16 Mal um mehr als 5% stiegen oder fielen. Der heutige Kursanstieg zeigt, dass der Markt die Nachrichten zwar als bedeutend, jedoch nicht als grundlegend geschäftsverändernd ansieht. Der letzte größere Kursrutsch des Unternehmens erfolgte vor neun Tagen, als die Aktien um 2,3% nachgaben, da die großen Indizes (Nasdaq -1,5%, S&P 500 -1,2%) angesichts von Gewinnmitnahmen und erneuten Zöllen-Bedenken zurückgingen.
Anleger reagierten auf ein Urteil eines Bundesgerichts, das die meisten globalen Zölle unter Präsident Trump für illegal erklärte, was die Unsicherheit über die Handelspolitik und die finanziellen Auswirkungen potenzieller Rückerstattungen erhöhte. Steigende Renditen von US-Staatsanleihen setzten zusätzlichen Druck, wobei die 10-jährige Rendite über 4,2% kletterte und die 30-jährige nahe 5% lag, was die Sorgen über aufgeblähte Aktienbewertungen verstärkte. ManpowerGroup verzeichnete seit Jahresbeginn einen Kursrückgang von 30,6% und notiert bei 39,58 USD je Aktie, was einem Verlust von 47,4% gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 75,18 USD im September 2024 entspricht.
Anleger, die vor fünf Jahren Aktien von ManpowerGroup im Wert von 1.000 USD erworben haben, sähen nun einem Investment im Wert von 582,66 USD entgegen. Die Bedeutung von generativer KI für große Unternehmen wird zunehmend offensichtlich. Während Nvidia und AMD nahe ihrer Allzeithochs gehandelt werden, liegt unser Augenmerk auf einem weniger bekannten, aber dennoch profitablen Halbleiterwert, der vom Aufstieg der KI profitiert.

