Marktdruck auf Pharmariesen: Politischer Vorstoß senkt Aktienkurse
Der amerikanische Gesundheitssektor geriet jüngst ins Wanken, als politische Bestrebungen zur Senkung der Medikamentenpreise die Börsen aufrüttelten. Eine angedrohte Initiative von US-Präsident Donald Trump, welche große Pharmaunternehmen ins Visier nimmt, lässt Anleger aufhorchen. Die Forderung: Innerhalb von 60 Tagen sollen Konzerne wie Eli Lilly, Novartis und Pfizer gewährleisten, dass einkommensschwache Patienten von einer Bestpreisgarantie profitieren und innovative Arzneien generell zu niedrigsten Preisen verkauft werden.
Diese politischen Druckmaßnahmen zeigten deutliche Spuren an den Aktienmärkten. Besonders Bristol Myers Squibb spürte den Gegenwind und verbuchte einen Rückgang von 5 Prozent, Eli Lilly fiel um 3 Prozent und Pfizer um 2 Prozent. Auch andere Branchengrößen wie Abbott Laboratories und Johnson & Johnson meldeten Einbußen, wenn auch in moderaterem Ausmaß. Im Resultat schloss der Pharmasektor innerhalb des S&P 500 mit einem Minus von 2,2 Prozent und bildete damit das Schlusslicht unter den Sektoren.
Die Wall Street verfolgt diesen politischen Diskurs mit Argusaugen, da er nicht nur die Preisstrategie der Pharmakonzerne, sondern auch ihre zukünftigen Marktstrategien nachhaltig beeinflussen könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Pharmaindustrie auf die neuen Herausforderungen einstellt und welche Schritte zur Schadensbegrenzung unternommen werden.

