Mark Carney drängt auf Entlastung der britischen Mittelschicht als Mittel gegen Extremismus
In einer eindringlichen Botschaft hat der kanadische Premierminister Mark Carney den britischen Oppositionsführer Sir Keir Starmer dazu aufgefordert, die Steuerlast der Mittelschicht in Großbritannien zu verringern, um extremen politischen Tendenzen entgegenzuwirken. Carney betonte die Dringlichkeit, den Lebensstandard zu verbessern und das Vertrauen der Bevölkerung in linksgerichtete politische Parteien zurückzugewinnen.
Carney, einst Gouverneur der Bank of England, warnte vor einem anhaltenden wirtschaftlichen Stillstand im Vereinigten Königreich, der an historische Krisen erinnere, die einst den Kommunismus inspirierte. Er äußerte sich auf dem Global Progress Action Summit, wo er neben Sir Keir sowie den Premierministern von Island und Australien sprach.
Im Vergleich zur Steuerpolitik des Vereinigten Königreichs lobte Carney die jüngsten Steuererleichterungen seiner kanadischen Regierung, die die Lebenshaltungskosten unmittelbar gesenkt hätten. Im Gegensatz dazu hatte die britische Regierung Rekordsteuererhöhungen durchgeführt. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere durch einen andauernden Handelskonflikt mit den USA, plant Carney für die Zukunft sowohl Austerität als auch Investitionen.
Großbritannien hingegen bereitet sich auf ein weiteres Budget mit möglichen Steuererhöhungen vor, um finanzielle Defizite von etwa 30 Milliarden Pfund zu decken. Sir Keir kritisierte die traditionelle Fixierung der Linken auf Umverteilung als unzureichend, um langfristigen wirtschaftlichen Wohlstand zu schaffen.

