Marathon-Rede im US-Senat: Cory Booker bricht Filibuster-Rekord
Eine faszinierende Demonstration parlamentarischer Ausdauer: Der Demokrat Cory Booker aus New Jersey sprengte mit einer ausdauernden Rede im US-Senat die Grenzen des bisher Dagewesenen. Mit einer Ansprache, die am Montagabend begann und mehr als 25 Stunden ohne Pause währte, stellte er einen neuen Rekord auf.
Bereits nach etwas mehr als 24 Stunden und 19 Minuten übertraf seine Redezeit jene des bisherigen Rekordhalters. Bookers außergewöhnliche Leistung rief in der Parlamentskammer Applaus hervor. Berichten zufolge bereitete sich der Senator auf die marathoneske Aufgabe vor, indem er tagelang Nahrung und, in der Nacht vor seiner Rede, Flüssigkeiten mied.
"Seit Freitag habe ich nichts mehr gegessen und seit Montagabend nichts mehr getrunken," offenbarte er Reportern, wobei er die Vor- und Nachteile dieser Vorbereitung benannte. Die vielen Stunden am Podium führten zu den unvermeidlichen physischen Strapazen, verbunden mit Muskelkrämpfen und Spasmen.
Die großzügigen Rederechte im US-Senat erlauben einem Senator solch eine lange Rede, solange ihm das Wort nicht entzogen wird und keine besonderen Restriktionen gelten. Vorseher ihresgleichen war Senator Strom Thurmond, der 1957 mit seiner Redezeit von mehr als 24 Stunden und 18 Minuten den bis dato längsten Filibuster zur Verhinderung des Bürgerrechtsgesetzes hielt.

