Mallorca plant rigide Maßnahmen gegen Zweitwagen
Auf der begehrten Ferieninsel Mallorca deutet sich eine bedeutende Neuerung im Straßenverkehr an. Ein Vorstoß, der eigentumsrechtlich nicht auf Mallorca gemeldeten Zweithausbesitzern nur noch ein Fahrzeug zu gestatten, hat einen weiteren wichtigen Verfahrensschritt genommen. Llorenç Galmés, Präsident des Inselrates, einem deutschen Landratsamt vergleichbar, präsentierte jüngst einen umfassenden Vorschlag über 30 Seiten, der nun in die politische Diskussion im Plenum des Inselrates eintreten wird, bevor das Insel-Parlament letztlich entscheidet.
Das Ziel dieser Maßnahme ist primär die Reduzierung des hohen Verkehrsaufkommens auf der Insel. Allein im Jahr 2023 wurden laut einem Pressestatement beeindruckende 400.000 Fahrzeuge per Fähre auf die Insel transportiert, wobei 71 Prozent dieser Fahrzeuge von nicht-gemeldeten Urlaubern oder Zweithausbesitzern genutzt wurden.
Zusätzliche Vorschläge ergänzen die geplante Politik. Eine Einreisesteuer für Autos, die sich am Beispiel der Balearen-Nachbarn Ibiza und Formentera orientiert, könnte bald auch das Bild von Mallorca prägen. Diese Steuer soll von den Fährgesellschaften eingefordert werden, wobei zu beachten ist, dass gewisse Gruppen wie Residenten oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen von der Gebühr befreit sein könnten.
Für diejenigen, die gegen die eventuellen regulativen Auflagen verstoßen, drohen empfindliche Strafen von 300 bis zu 30.000 Euro. Der Inselrat könnte zusätzlich Fahrzeuge bis zu vier Monate konfiszieren oder die Nutzungserlaubnis auf der Insel entziehen. Details zur Anzahl der betroffenen Zweithausbesitzer sind derzeit noch nicht öffentlich, da der Inselrat auf Auskünfte der Verkehrsbehörde wartet.

