Machtspiele im Nahen Osten: Spannungen um humanitäre Hilfsgüter
In einer erneuten Eskalation der Gewalt im Gazastreifen haben palästinensische Extremisten eine wichtige Straße für den humanitären Güterverkehr unter Beschuss genommen. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte wurde das Geschoss aus der Nähe des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis abgefeuert, während ein Lastwagenkonvoi die Route passierte, um Hilfsgüter am Grenzübergang Kerem Schalom zu übernehmen.
Die Armee erklärte, das Projektil sei lediglich 300 Meter vom Hilfskonvoi entfernt eingeschlagen, was auf einen gezielten Versuch hindeutet, die Versorgung mit Hilfsgütern zu stören. Auf der anderen Seite behauptete der militärische Arm der Hamas, sie hätten ein "Kommando- und Kontrollzentrum" sowie stationierte feindliche Truppen und Fahrzeuge im Südwesten von Rafah angegriffen.
Die internationale Gemeinschaft sieht die Lage kritisch. Während ausländische Hilfsorganisationen Israel häufig vorwerfen, den Zugang zu humanitären Hilfsgütern zu blockieren, berichtet die israelische Cogat-Behörde regelmäßig von zahlreichen Hilfslieferungen, die in den Gazastreifen gelangen. Eigenen Angaben zufolge erreichen täglich Hunderte von Lastwagen, begleitet von Luftabwürfen, das Gebiet.

