Lukoil: Neuer Anlauf mit US-Investmentfirma Carlyle
Der russische Ölkonzern Lukoil, der unter US-Sanktionen steht, hat einen ambitionierten Schritt zur Veräußerung seiner internationalen Geschäfte unternommen. Der potenzielle Käufer ist die renommierte US-Investmentfirma Carlyle. Trotz eines bereits unterzeichneten Vertrages hängt das Geschäft noch an der Zustimmung der US-Finanzbehörde, wie Lukoil in Moskau bekannt gab. Gleichzeitig sondiert das Unternehmen weitere Kaufinteressenten.
Carlyle selbst hat sich dazu bisher nicht öffentlich geäußert. Ein vorangegangener Verkaufsversuch an den Schweizer Rohstoffhändler Gunvor scheiterte im vergangenen Jahr. Der Grund war das Veto des US-Finanzministeriums, da einer der Gunvor-Gründer, Gennadi Timtschenko, enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin hatte.
Timtschenko hatte sich zwar bereits 2014 von der Firma zurückgezogen, dennoch versagte die amerikanische Behörde die Zustimmung. Carlyle, mit Sitz in Washington, zählt zu den führenden Investmentfirmen weltweit und verwaltet ein Vermögen von beeindruckenden 474 Milliarden US-Dollar. Die internationalen Operationen von Lukoil umfassen rund Hunderte Tankstellen in etwa 20 Ländern, darunter mehrere EU-Staaten, sowie diverse Raffinerie- und Förderprojekte. Interessanterweise bleibt das Geschäft in Kasachstan von diesem Verkaufsvorhaben unberührt, wie Lukoil deutlich machte.

