Lufthansa und Verdi erzielen Tarifabschluss für City Airlines trotz Streik

Tarifvertrag für City Airlines
Inmitten eines Streiks des Kabinenpersonals hat die Lufthansa-Gruppe einen bedeutenden Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Verdi für ihre neu gegründete Tochtergesellschaft City Airlines erzielt. Diese Gesellschaft, die ihren Sitz in München hat, wird künftig zunehmend regionale Zubringerflüge übernehmen, die bislang von der Lufthansa Cityline durchgeführt wurden. Der Streik, initiiert von der Kabinengewerkschaft Ufo, ist eine Reaktion auf die drohende Schließung von Lufthansa Cityline und die damit verbundenen Forderungen nach einem Sozialplan.
Stärkung des Wachstumspotenzials
Die neu abgeschlossenen Tarifverträge bei City Airlines gelten für das gesamte fliegende Personal, einschließlich der Piloten. Lufthansa hat bekannt gegeben, dass sich die Beschäftigten mehrheitlich für die Gewerkschaft Verdi entschieden haben. Diese Einigung wird als entscheidend für die Schaffung einer stabilen Basis für weiteres Wachstum angesehen und berücksichtigt die wirtschaftlichen Herausforderungen, die im stark umkämpften europäischen Kurzstreckenmarkt bestehen.
Verbesserte Arbeitsbedingungen
Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky äußerte sich positiv über den Abschluss und betonte die Intensität der Verhandlungen: "Das waren harte und intensive Verhandlungen, aber sie haben sich gelohnt!" Die Beschäftigten werden in den kommenden Jahren von deutlich höheren Gehältern profitieren, während die Arbeitsbedingungen schrittweise verbessert werden, trotz der ambitionierten Wachstumsziele der Airline.
Zusätzliche Vorteile für Mitarbeiter
Im Rahmen des neuen Tarifvertrags wurden auch zusätzliche freie Tage, ein zusätzlicher Urlaubstag sowie Regelungen zur Arbeitszeit vereinbart. Diese Verbesserungen sind besonders relevant, da zuvor die Arbeitsbedingungen einseitig vom Unternehmen festgelegt wurden, was die Verhandlungsposition der Mitarbeiter erheblich schwächte.
Verdi als starker Partner im Lufthansa-Konzern
Mit diesem Vertrag hat Verdi weiter Fuß gefasst im Lufthansa-Konzern, der auch die Fluggesellschaften Discover und Eurowings sowie das Bodenpersonal umfasst. Währenddessen wird das fliegende Personal in den bestreikten Betrieben der Lufthansa Classic und Cityline weitgehend von den Spartengewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo vertreten. Diese Entwicklungen haben signifikante Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und die Standortattraktivität, was für Investoren von Bedeutung ist.

