Lufthansa trotzt globalen Herausforderungen: Optimismus und Wachstumspläne beflügeln Ausblick
Die Lufthansa zeigt sich unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Turbulenzen und setzt auf ein starkes Jahr dank hoher Ticketnachfrage und gesunkener Treibstoffkosten. Der operative Gewinn vor Sonderposten soll deutlich über dem Vorjahr liegen, trotz eines Trends zu kurzfristigen Buchungen. Die positive Entwicklung im zweiten Quartal untermauert diesen Optimismus.
Mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent auf 10,3 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 27 Prozent auf 871 Millionen Euro konnte die Lufthansa im zweiten Quartal überzeugen. Besonders erfreulich: Alle Konzerntöchter, darunter Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels, Eurowings und der neue Ableger Ita, verzeichneten schwarze Zahlen.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat allerdings auch mahnende Worte in Richtung Deutschland gerichtet. Die hohen Standortkosten, insbesondere durch Gebühren und die Ticketsteuer, bereiten dem Konzern Sorge. Trotz gestiegener Material- und Personalkosten konnten die Betriebskosten dank gesunkener Treibstoffkosten moderat gehalten werden.
Im Bereich internationaler Investitionen zeigt sich Lufthansa aktiv. Nach dem Einstieg bei Ita interessieren sich die Verantwortlichen für die Teilprivatisierung der portugiesischen TAP. Die Gespräche mit Air Europa gestalten sich hingegen schwierig.

