LSEG überzeugt mit Zahlen und Milliardenrückkauf – Aktie springt kräftig an
Umsatz über Erwartungen – Anleger feiern Comeback
Im dritten Quartal steigerte LSEG die Erträge um 6,4 Prozent auf 2,22 Milliarden Pfund und übertraf damit die Analystenerwartungen von 5,2 Prozent. Besonders das Daten- und Analysegeschäft, das seit der Übernahme von Refinitiv den größten Teil der Einnahmen ausmacht, zeigte sich robust. Damit gelang es dem Börsenbetreiber, trotz schwieriger Marktbedingungen ein stabiles Wachstum zu erzielen.
Milliardenrückkauf stärkt Vertrauen
Für Euphorie an der Börse sorgte vor allem die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms im Volumen von einer Milliarde Pfund. LSEG will damit sowohl den Kurs stützen als auch die Kapitalstruktur optimieren. Analysten werten den Schritt als klares Signal, dass der Konzern nach den teuren Integrationsjahren von Refinitiv wieder mehr finanziellen Spielraum hat.
Clearing-Neuausrichtung soll Erträge stabilisieren
Parallel dazu treibt LSEG den Umbau seines Clearing-Geschäfts voran. Ziel ist es, die Risiken aus Derivategeschäften besser zu steuern und unabhängiger von EU-Vorgaben zu werden. Der Schritt gilt auch als Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb durch die Euronext und die Deutsche Börse, die beide ihr eigenes Clearing ausbauen.
Fazit
Mit soliden Zahlen, einer klaren Kapitalstrategie und strukturellen Anpassungen meldet sich LSEG eindrucksvoll zurück. Nach einem Kursverlust von über 15 Prozent seit Jahresbeginn könnte der jüngste Schritt die Wende für den Börsenbetreiber einleiten – und den Glauben der Anleger an die Stärke der Londoner Finanzinfrastruktur wieder festigen.


